«Und ich fasse es noch einmal anders – das immer Gleiche: Dass der Künstler kein Macher ist, kein Produzent (kein Industrieller!); sondern ein Opposition Ausübender. Opposition gegen was? Die allgemeinste und die tiefste.»[ Aus dem Nachlass, SLA ]

Ludwig Hohl - Stiftung

Die Ludwig Hohl Stiftung hält die Urheberrechte am gesamten Nachlass und allen veröffentlichten Schriften. Die Stiftung wurde 1985 auf Initiative von Frau Madeleine de Weiss Hohl mit Sitz in Zürich gegründet. Als nicht-kommerzielle Stiftung soll sie sich vor allem für die Veröffentlichung der Werke und Briefe Ludwig Hohls einsetzen, Zeugnisse sammeln, die zu dessen Nachlass gehören, sowie Studien über diesen Autor fördern. Mitglieder auf Lebenszeit waren:

  • Frau Madeleine de Weiss Hohl (Hohls letzte Ehefrau)
  • Dr. Hans Saner (Philosoph)
  • Dr. Siegfried Unseld (Verleger des Suhrkamp Verlags)

Die weiteren Gründungsmitglieder waren:

  • Ulrich Stadler (Präsident, damals: Prof. an der Universität Genf)
  • Hans Jürgen Braun (Vizepräsident, Leiter der Bodmeriana)
  • Friedrich Dürrenmatt (Schriftsteller)
  • Jean-Marie Valentin (damals: Prof. an der Universität Strasbourg)
  • Jürgen Korth (Rechtsanwalt)

Frau de Weiss Hohl hat den ihr testamentarisch überlassenen Nachlass noch vor ihrem Tod an das Schweizerische Literaturarchiv (SLA) in Bern verkauft; die Urheberrechte hat sie Herrn Dr. Saner vermacht, der sie an die Stiftung weitergab.

Die Zusammensetzung der Stiftung hat sich natürlich in den knapp 30 Jahren ihres Bestehens durch Rücktritte und Todesfälle immer wieder verändert. Hier seien nur einige weitere Mitglieder des Stiftungsrats genannt:

  • Hanny Fries (Malerin, Hohls zweite Ehefrau)
  • Gert Mattenklott (Professor an der FU Berlin)
  • Peter Nobel (Anwalt, Professor an der Universität St. Gallen)

Ferner sei darauf hingewiesen, dass nach dem Rücktritt des Gründungspräsidenten, Frau Doris Jakubec (Professorin an der Universität Lausanne) das Amt übernahm; auf sie folgten Beatrice Stoll (ehemals Leiterin des Zürcher Literaturhauses), Dr. phil. Magnus Wieland (Zürich), Prof. Dr. Thomas Fries (Zürich) und seit 2019 RA Marcus Sartorius (Riehen).