«Es kommt nur darauf an, irgendwo zu beginnen, nicht, am Anfang zu beginnen: da es ja keinen Anfang gibt.»

[ Die Notizen II, 108 ]

[11.6.2018]

«VIELFACHER SCHRIFTSINN»: LUDWIG HOHL IM RAABE-HAUS IN BRAUNSCHWEIG

Am 16. Oktober 2018 um 19:00 stellen Ronald Schober und Hans Gerd Hahn Ludwig Hohl im Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig vor.

Programmtext:

Zu seinen Lebzeiten oftmals verkannt, gilt Ludwig Hohl inzwischen vielen als der bedeutendste Denker und Philosoph unter den Schweizer Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Hohl notierte auf Zetteln, Blättern, auch auf dem, was an Freiraum zur Verfügung stand: Ideen, Versuche, Worte, Maximen, Details, Porträts, Beobachtungen. Um einen Gedanken festhalten zu können, eine Empfindung, eine Idee, eine spontane Einsicht, bedurfte es zunächst eines schnellen, ja flüchtigen Notierens. Eine solche Verfahrensweise hatte den nicht enden wollenden Arbeitsprozess zur Folge. Der «Montaigne unserer Zeit» führte Friedrich Dürrenmatt zu der Aussage: «Andere Schriftsteller haben ihre Mätressen. Und ich habe Hohl.»


[3.3.2018]

«DIE NOTIZEN» IN TSCHECHISCHER ÜBERSETZUNG ERHÄLTLICH

«Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung» sind in dreibändiger Ausgabe auf Tschechisch im Opus-Verlag erschienen:

Ludwig Hohl Zápisky IX–XII
Švýcarského spisovatele Ludwiga Hohla (1904–1980) lze přiřadit k Robertu Walserovi i Arno Schmidtovi, je to stejný solitér a „enfant terrible“ švýcarské německy psané literatury. Žil a pracoval přes dvacet let v materiální nouzi a sociální izolaci. Hohlovy texty Zápisky aneb O neunáhleném smíření, napsané v letech 1934–1936 jsou jeho nejhlubším a také nejuznávanějším dílem. Jsou psány literárně filozofickou formou a překračují žánry traktátů, krátkých próz a básní, zdaleka nejsou svou povahou pouhými aforismy, nýbrž je lze číst jako partituru díla uzavřené struktury. Tento svazek uzavírá třídílné vydání autorových Zápisků z 30. let, jedinečné dílo v prvním překladu do češtiny. Přeložil Radovan Charvát.


[9.2.2018]

«DAS WORT» SONDERAUSSTELLUNG ZUR REFORMATION IM STRAUHOF ZÜRICH

Die Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum im Zürcher Strauhof «Das Wort» thematisiert die schöpferische Kraft der Sprache ebenso wie die Zweifel, die «Die Schrift» auslösen kann – am Beispiel Ludwig Hohls. Wenn eben die Worte und die Welt, die sie beschreiben sollten, auseinander fallen. Der Bericht von Thomas Ribi in der NZZ ist illustriert mit Ludwig Hohls bearbeiterer Ausgabe des Neuen Testaments, «Der Schrift».


[2.9.2017]

WIEDERAUFLAGE VON «LE PETIT CHEVAL» IN DER ÜBERSETZUNG VON ANTONIN MOERI

Die von Antonin Moeri übersetzte Sammlung von Erzählungen «Le Petit Cheval, et autres nouvelles» wurde bei éditions ZOE endlich wieder aufgelegt. Eine Rezension von Maxime Maillard erschien dazu in Le Courrier. 


[28.2.2017]

 PUBLIKATION DER DISSERTATION «LUDWIG HOHL – ZUR PHILOSOPHIE DER NOTIZEN» VON DR. MARTIN RAAFLAUB

Der Stiftungsrat gratuliert Dr. Martin Raaflaub zur Publikation seiner Dissertation «Ludwig Hohl – Zur Philosophie der Notizen». Die Dissertation ist über den Bibliothekskatalog der Universität Luzern online abrufbar.


 SZENISCHE LESUNG «DIE VERLÄSSLICHSTE MEINER FREUDEN: HANNY FRIES & LUDWIG HOHL»

mit Nikola Weisse und Niggi Ullrich

am Samstag, den 4. Juni 2016 um 16.30 Uhr

im Atelier Righini Fries, Klosbachstrasse 150, 8032 Zürich

Eintritt frei, Kollekte

mit anschliessendem Apéro

«Wir lebten buchstäblich auf Zitaten», erzählte Hanny Fries im Rückblick auf ihre Zeit mit dem Schriftsteller Ludwig Hohl. Sie hatte den eigenwilligen Dichter als junge Malerin im Genf der 1940er Jahre kennen- und liebengelernt. Im Alter von gut 80 Jahren blickte sie im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Werner Morlang auf diese Zeit zurück. Das intime und anekdotenreiche Porträt einer ungewöhnlichen Partnerschaft erschien unter dem Titel: Werner Morlang: Die verlässlichste meiner Freuden. Hanny Fries und Ludwig Hohl: Gespräche, Briefe, Zeichnungen und Dokumente, Nagel & Kimche im Carl Hanser Verlag, München 2003.

Aus dem Buch lesen die Schauspielerin Nikola Weisse und der Kulturschaffende Niggi Ullrich. Angereichert wird ihr Zwiegespräch um Prosastücke und Erzählungen von Ludwig Hohl. Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zu unserer aktuellen Ausstellung «Hanny Fries & Genève, 1938-1948» mit Frühwerken von Hanny Fries.

«Ich stelle vielleicht keine neuen Ideen hin; aber ich eröffne neue Zugänge zu den bekannten.» (Ludwig Hohl). Die Stiftung Righini Fries möchte Ihnen mit dieser Lesung Zugänge zu Bekanntem und Unbekanntem ermöglichen und freut sich auf Ihren Besuch!

www.righini-fries.ch


«WER KENNT SCHON LUDWIG HOHL? VERLORENER SOHN AUS SIRNACH»

Anna Stüssi und Elsbeth Tschopp im Gespräch über den bedeutenden, in Sirnach aufgewachsenen Schriftsteller Ludwig Hohl.

19. April 2016, 19.30 Uhr, anschliessend Apéro

in der Bibliothek Sirnach

Eintritt frei, Kollekte

Am Donnerstag, 19. April 2016, stellt die Bibliothek Sirnach den Schriftsteller Ludwig Hohl (1904 – 1980) vor. Neben den bekannten Robert Walser und Friedrich Glauser ist Hohl eine der grossen «unbekannten» Figuren der Schweizer Literatur des vergangenen Jahrhunderts. Er lebte ein Leben, das radikal und ausschliesslich seiner Arbeit verpflichtet war. Sein Werk, in dessen Zentrum Die Notizen oder Von der voreiligen Versöhnung steht, hat zahlreiche Schriftsteller wie Max Frisch, Peter Bichsel und Adolf Muschg beeindruckt. Die Bibliothek Sirnach möchte mit diesem Anlass das regionale Gedächtnis an Hohl wachhalten. Denn wer weiss noch, dass er im heutigen Alterszentrum Grünau aufgewachsen ist und dort sein Kinder- und Jugendtagebuch geschrieben hat? Ein seltenes Zeitzeugnis. Der Zwölfjährige erzählt vom familiären Alltag während des Ersten Weltkriegs, der Siebzehnjährige erlebt einen sprachgewaltigen Aufbruch – Hohls erste stürmische Schritte auf seinem Weg als Dichter und Denker.

Anna Stüssi (Biographin von Ludwig Hohl) und Elsbeth Tschopp (ehemalige Kantonschullehrerin in Frauenfeld) werden im Dialog die prägenden Jugendjahre von Ludwig Hohl hervorheben, die er als Pfarrerssohn in Sirnach verbrachte. Es wird interessant sein zu hören, warum der junge Hohl aus Sirnach nach Zürich floh, dann lange Jahre in Paris, Wien und Den Haag ein unstetes Leben führte, um erst 1937 in die ungeliebte Schweiz zurückzukehren. Er wurde in Genf sesshaft, Sirnach besuchte er nie mehr, Mundart zu sprechen weigerte er sich.  Anna Stüssi wird ihr Buch «Ludwig Hohl – unterwegs zum Werk» vorstellen. Elsbeth Tschopp ist in Münchwilen aufgewachsen und hat sich intensiv mit den Spuren Hohls im Thurgau beschäftigt. Sie wird Anna Stüssi mit authentischen Informationen ergänzen – unter anderem, warum Vater Hohl, auf seinen Sohn angesprochen, jeweils zur Antwort gab: «Sie meinen den verlorenen Sohn!»


HOHL LESEN! EIN AUTOREN-ABEND FÜR LUDWIG HOHL

Mit:
Martin R. Dean
Ariane von Graffenried
Silvio Huonder
Felix Philipp Ingold
Wilfried Meichtry
Daniel de Roulet


Moderation: Martin Zingg

Freitag, 2. Oktober 2015, 19:30 Uhr in der Bar/Buchhandlung sphères, Hardturmstrasse 66, 8005 Zürich

Eintritt frei (Kollekte)
Eine Veranstaltung der Ludwig Hohl Stiftung
Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erwünscht (postfach@spheres.cc)

Ludwig Hohl gilt als writer´s writer – als Autor, der von anderen Autoren hoch geschätzt wird. Von Peter Bichsel, Elias Canetti, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Peter Handke, Adolf Muschg u.v.m. bekam Hohl zeitlebens grosse Anerkennung. Auch nachfolgende Generationen zeigen sich fasziniert vom Verfasser der Bergfahrt und der Notizen. Seine energischen Sätze sind Inspiration und Herausforderung zugleich. Die Ludwig Hohl Stiftung bittet deshalb verschiedene Literaturschaffende zu einem Podiumsgespräch, um darüber zu diskutieren, weshalb es sich weiterhin lohnt, Hohl zu lesen. Ein Denk- und Gedenkanlass.
 


ANERKENNUNGSPREIS FÜR HOHL-BIOGRAPHIE

Anna Stüssi erhält für ihre Ludwig-Hohl-Biographie "Unterwegs zum Werk" (Wallstein 2014) den Anerkennungspreis des Kantons Bern. Die Ludwig Hohl Stiftung gratuliert der Autorin zu diesem Erfolg!

Preisverleihung und Lesung am Dienstag, 23. Juni 2015, 19:30 Uhr in der Dampfzentrale Bern, Marzilistrasse 47. Eintritt frei.

http://www.erz.be.ch/erz/de/index/kultur/kulturfoerderung/literatur/literarische_auszeichnungen.html

 


LUDWIG HOHL AN DEN SOLOTHURNER LITERATURTAGEN

An den diesjährigen Literaturtagen in Solothurn liest die Berner Literaturwissenschaftlerin Anna Stüssi aus ihrer aktuellen Biographie über die frühen Jahre Ludwig Hohls "Unterwegs zum Werk" (Wallstein 2014). Die Biographie basiert auf jahrelangen Recherchen am gewaltigen Nachlass des Autors.

Freitag , 15. Mai 2015, 15 Uhr, Landhaus Säulenhalle. Moderation: Balts Nill

Im Anschluss an die Lesung wird am Abend Alexander J. Seilers eindrucksvolles Porträt "Ludwig Hohl. Ein Film in Fragmenten" gezeigt. Im Sommer 1979 begleitete der Journalist und Filmemacher den Autor mehrere Tage lang mit der Kamera und fing in seltenen Momentaufnahmen Facetten von Hohls irisierender Persönlichkeit ein.

Freitag, 15. Mai 2015, 20:30 Uhr, Kino im Uferbau

 


MAX FRISCH / LUDWIG HOHL-DOPPELNUMMER VON EUROPE ERSCHEINT

Das Jubiläumsjahr 2015, in dem die Ludwig Hohl Stiftung ihr 30-jähriges Wirken und Bestehen feiern darf, beginnt mit einem Paukenschlag in Paris: Die renommierte Literaturzeitschrift europe widmet Ludwig Hohl zusammen mit Max Frisch eine Doppelnummer (no 1029-1030), die im Januar erscheint. Viele Stiftungsratsmitglieder haben mit eigenen Texten zum Doppelheft beigetragen. Nachdem weite Teile von Hohls Werk schon länger auf Französisch vorliegen und im letzten Jahr eine vielbeachtete, weitere Übersetzung dazugekommen ist (Paris 1926. La Société de minuit), wird die öffentliche Wahrnehmung dieses Schriftstellers im gesamten französischsprachigen Raum damit weiter anwachsen.

Informationen und Bestellung

 

 

 

 


LUDWIG HOHL-BIOGRAPHIE VON ANNA STÜSSI ERSCHIENEN

Am Ende eines äusserst ergebnisreichen Jahres freut sich die Ludwig Hohl Stiftung bekanntmachen zu dürfen, dass die Hohl-Biographie jetzt vorliegt, die sie 2006 in Auftrag gegeben und deren Erarbeitungskosten sie selbst getragen hat. Anna Stüssis "Ludwig Hohl. Unterwegs zum Werk. Eine Biographie der Jahre 1904-1937" ist vor Kurzem im Wallstein Verlag erschienen.

Mit dieser Publikation beginnt sich eine Forschungslücke zu schliessen, die oft genug und zu Recht beklagt worden ist: verlässliche Informationen über die tatsächliche 'vita' von Ludwig Hohl. In Zukunft wird man zumindest was seine erste Lebenshälfte angeht, die kolportierten Legenden und schillernden Klischees vom einsamen Genie und 'enfant terrible', die der Rezeption von Ludwig Hohls 'opus' zum Teil immer noch im Wege stehen, an den Fakten überprüfen können, die Anna Stüssi vorlegt.

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Rezensionen:

Veranstaltungen:

Interview mit Anna Stüssi (Reflexe, Radio SRF 2 Kultur)